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Operation Aderlass: viele Sportler involviert

Laut aktuellen Ermittlungen ist das Dopingnetzwerk des Erfurter Dopingarztes noch größer als gedacht. So soll der Sportmediziner Mark Schmidt auch bei großen sportlichen Events wie den Olympischen Spielen mitgemischt haben.

Landesgericht, Innsbruck, AUT, Dopingprozess

Langläufer Max Hauke wegen Doping vor Gericht.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat am Freitagmorgen Einzelheiten zur „Operation Aderlass“ mitgeteilt. Die länderübergreifenden Ermittlungen hätten ergeben, dass der Erfurter Dopingarzt Mark Schmidt mit seinem Dopingnetzwerk rund 250.000 Euro umgesetzt hat. Viele Sportler und Athleten aus verschiedenen Ländern zahlten dem Mediziner für das Doping zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Einige zahlten sogar bis zu 30.000 Euro. Bezahlt wurde immer in bar.

Kai Gräber, welcher der Chef der Ermittlungen der Schwerpunktstaatsanwaltschaft in München ist, sagte: „Wir haben jegliche Art an hochkarätigen sportlichen Wettbewerben und Veranstaltungen ermittelt. Es geht von Olympischen Spielen über Welt- und Europameisterschaften bis zu nationalen Meisterschaften.“ Vor allem im Radsport sei laut Gräber praktisch so gut wie jedes Großevent vom Doping betroffen. Unter anderem nannte der Ermittler die Tour de France, die Tour de Suisse, die Giro d’Italia und andere wichtige Radrundfahrten.

Anklage gegen Mark Schmidt erhoben

Die Münchner Ermittlungsbehörde hatte vor zwei Tagen bekannt gegeben, dass sie gegen den Erfurter Arzt Schmidt sowie seine Helfer Anklage erhoben hat. Den Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen „gewerbsmäßig und teilweise bandenmäßig verbotene Dopingmethoden angewendet zu haben bzw. Beihilfe hierzu geleistet zu haben.“ Der Sportarzt wird darüber hinaus des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung angeklagt.

Sowohl die österreichischen als auch die deutschen Strafbehörden hatten während der Nordischen Ski-WM, die in Seefeld stattfand, Sportler auf frischer Tat beim Eigenblutdoping ertappt. Unter anderem gehörte dazu der österreichische Athlet Max Hauke. Dieser hatte als die Ermittler ihn überraschten, die Infusionsnadel noch im linken Arm stecken. Die „Operation Aderlass“ ist bisher der größte Erfolg im Kampf gegen Spitzensport-Doping.

Hauptverfahren wohl nächstes Jahr

Viele Sportler die aus acht europäischen Ländern stammen, sind an den Dopingpraktiken beteiligt gewesen. Chef-Ermittler Gräber erklärte: „Ich habe noch keinen vergleichbaren Fall gesehen. Das ist eine große Geschichte, die sich nicht mit anderen Fällen vergleichen lässt.“ Zudem wurde bei den Manipulationen planmäßig vorgegangen. „Der Arzt und seine Assistenten haben sich vor der Saison mit dem jeweiligen Sportler zusammengesetzt und den Rennplan studiert, um dann zu sehen, welchen Doping-Behandlungsplan man darauf abstimmen könnte.“ Gräber betonte weiterhin, dass in der Anklage etwa 145 strafrechtlich relevante Sachverhalte enthalten sind. Zudem sei es den Fahndern gelungen, bisher 23 dopende europäische Sportler zu identifizieren, die aus dem Rad- und Wintersport stammen und Kunden bei dem Arzt in Erfurt waren. Schmidt droht eine zehnjährige Freiheitsstrafe.

Wann das Hauptverfahren eröffnet wird, muss das Landgericht München entscheiden. Vermutlich wird die Hauptverhandlung Mitte des nächsten Jahres stattfinden.