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Profifußball durch Coronavirus in Gefahr

Der deutsche Profifußball muss wegen der Coronaviruskrise viele Probleme meistern. Die 36 Klubs der ersten und zweiten Bundesliga beraten heute über mögliche Maßnahmen.

Die Lichter bleiben aus. Bundesliga Saison wird eventuell abgebrochen.

Seit 11.30 Uhr sitzen die 36 Bundesligaklubs im Flughafenhotel in Frankfurt und diskutieren über die Rettung des deutschen Profifußballs. Diskussionen über sportliche und finanzielle Lösungen machen es dem DFL und den Vereinen nicht leicht. Die Bundesliga ist ein milliardenschweres Geschäftsmodell. Und keiner weiß, wie lange die Coronavirus Pandemie noch anhält. Selbst, wenn die Europameisterschaft 2020 etwas nach hinten verschoben werden würde, stellt sich die Frage wann der Termin sein sollte, und ob die Vereine diese überhaupt nutzen können.

Die Vertreter haben heute eine große Verantwortung zu tragen, und sie müssen große Probleme lösen. Was die Saisonunterbrechung angeht, soll die bis zum 2. April beschlossene Auszeit verlängert werden. Denn die jetztige Pause wird nicht reichen. Das steht bereits fest. In einigen Bundesländern wurde der gesamte Sportbetrieb zudem bis zum 19. April untersagt. Das zeigt, dass die Bundesliga ihre Zwangspause verlängern muss, vor allem, wenn sie weiterhin an der Idee festhält, komplette Spieltage auszutragen.

Viele Fragen und finanzielle Ausfälle

Selbst wenn die Europameisterschaft verschoben werden sollte. Es gibt andere Probleme für die Bundesliga: Denn am 30. Juni laufen offiziell endende Verträge mit Spielern aus, das gilt ebenso für Rahmenbedingungen, Sponsorenverträge und TV-Übertragungsrechte. Die DFL müsste das alles ändern, was einen enormen Aufwand bedeuten würde. Ebenso bleibt zu überlegen, was mit den internationalen Wettbewerben wie der Champions League oder der Europa League passiert, die aktuell pausiert wurden. Angenommen, im Mai dürfte noch nicht gespielt werden, dann ist es fast unmöglich, die Wettbewerbe zu Ende zu bringen. Denn der internationale Fußballzeitplan ist sehr eng gestrickt. Dafür hatte die UEFA in letzter Zeit gesorgt.

Die Verluste der Bundesliga sind jetzt schon hoch

Die Deutsche Presse-Agentur hat ausgerechnet, dass den Bundesligavereinen pro Spieltag rund 85 Millionen Euro an Einnahmen verloren gehen. Diese stammen zum Großteil aus Eintritts- und Sponsorengeldern sowie TV-Einnahmen. Wer für diese Ausfälle aufkommen soll, ist eine Frage, die heute bei der Versammlung im Raum stehen dürfte. Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandschef von Bayern München sowie der Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom BVB warnen vor allem vor den Problemen, mit denen sich die kleineren Clubs konfrontiert sehen werden. Eine Umverteilung der Ausfälle auf alle Clubs wäre keine solidarische Lösung, es sei denn, die großen Bundesligaclubs würden mehr zurückzahlen. Der Interessenverband der organisierten Fußballfans „Unsere Kurve“ nannte bereits Lösungen und entwickelte ein Projekt, dass einen Solidarfonds enthält und darauf abzielt, das „Manager, Spieler und Funktionäre für bestimmte Zeit auf Anteile ihres Gehalts verzichten“. Das sollte so erfolgen, dass für diese Personen keine existenziellen Folgen entstehen.

Was passiert mit der aktuellen Bundesligatabelle?

Eine weitere Frage, die heute bei der Sonderversammlung auf den Tisch kommt, ist die Frage, was passiert, wenn die Saison vorzeitig zu Ende gehen sollte. Die DFL hat drei Lösungen ausgearbeitet. Die erste Lösung wäre, den aktuellen Stand der Bundesligatabelle als Abschlusstabelle anzusehen. Sprich, alle Entscheidungen (wer ist Meister, wer steigt ab) würden nach dem derzeitigen Tabellenstand getroffen werden. Bayern München wäre damit erneut deutscher Meister. Absteigen würden der SC Paderborn sowie Werder Bremen. Aus der zweiten Bundesliga aufsteigen würden der VfB Stuttgart sowie Arminia Bielefeld. Einige Vereine haben gegen diese Idee bereits Einspruch erhoben.

Bei der zweiten Lösung würde diese Saison ohne Meister, Auf- und Absteiger enden. Das wiederum hat für die Tabellenführer der zweiten Bundesliga negative Auswirkungen. Denn Armenia Bielefeld und der VfB Stuttgart würden dann nicht aufsteigen. Ihre Platzierung wäre wertlos. Markus Rejek, Geschäftsführer von Bielefeld sagte: „Man kann nicht hingehen und sagen, wir tun so, als wenn die Saison nicht gespielt worden wäre. Da werden wir als Arminia Bielefeld auf die Barrikaden gehen.“

Was wäre die dritte Lösung? Die dritte Idee wäre eine friedliche Zwischenlösung. Und zwar würde es den Aufstieg aus der zweiten Bundesliga geben, aber keinen Abstieg. Doch damit wäre die erste Bundesliga mit zwei weiteren Vereinen gefüllt und der ohnehin enge Bundesliga-Terminplan kann schwer weitere Spieltage verkraften. Und auch bei dieser Lösung würden sich einige Clubs betrogen fühlen: Denn in der Tabelle der zweiten Bundesliga hätten Vereine wie Heidenheim oder Hamburger SV noch große Chancen gehabt, aufzusteigen.

EM 2020 wird definitiv verschoben

Die EM 2020 muss verschoben werden, darüber sollten sich alle einige sein. Am morgigen Dienstag arbeiten die Vertreter der Europäischen Clubvereinigung – unter anderem Rainer Koch (DFB) und Hans-Joachim Watzke – zusammen mit der UEFA einen Plan per Video-Konferenz aus. Die Idee ist, die EM auf den Sommer 2021 zu verlegen. Das brächte zwar die Klub-WM der FIFA in Bedrängnis, doch es sieht ganz danach aus, dass dies so passiert.