Rassistische Beleidigungen gegen Koulibaly

Kalidou Koulibaly, der bei SSC Neapel spielt, hat sich über rassistische Äußerungen beschwert, als er beim Match gegen Inter Mailand einen Platzverweis erhielt.

Der gebürtige Franzose mit senegalischen Wurzeln, Kalidou Koulibaly, der beim Tabellenzweiten SSC Neapel unter Vertrag steht, wurde rassistisch beleidigt. Während des Spiels gegen Inter Mailand wurde mehrfach mit Affenlauten provoziert.

Sein Trainer Carlo Ancelotti legte bereits Beschwerde ein, dass der Schiedsrichter bei dem besagten Spiel die Partie nicht unterbrochen hatte. Während des Seria A Matches, das mit einer 0:1-Niederlage gegen Inter Mailand endete, beschimpften die Fans den senegalischen Fußballer. Durch seinen Platzverweis gelang es dem eingewechselten Lautaro Martinez von Inter Mailand, ein Tor in der Nachspielzeit zu erzielen.

Koulibaly verteidigt sich

Koulibaly entschuldigte sich für die Niederlage und seinen Platzverweis. „Es tut mir leid, dass ich meine Brüder im Stich gelassen habe.“ Weiterhin äußerte er sich bei Twitter über den Rassismus: „Ich bin stolz, dass ich Senegalese bin, ein Franzose, ein Neapolitaner und ein Mann“, schrieb er am Mittwoch nach der Niederlage im Topspiel gegen Inter Mailand. Der Tabellenzweite hat nun nach 18 Spielen neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter.

Der Trainer vom SSC Neapel, Carlo Ancelotti, war über die Beleidigungen der Inter Fans empört. Die Beleidigungen während des Spiels waren seiner Meinung nach der Grund, weshalb Koulibaly in der Nachspielzeit vom Platz genommen wurde. Diese war einfach so gereizt, dass er nach der Gelben Karte für ein Foul an Matteo Politano dem Schiedsrichter applaudiert hatte.

Inter Mailand wird bestraft

Am Donnerstag bestrafte die italienische Liga den Fußballclub Inter Mailand. Dieser muss die nächsten zwei Heimspiele im Giuseppe-Meazza-Stadion ohne Zuschauer austragen. Zudem muss in einem weiteren Spiel die Fankurve leer bleiben.

Dreimal wurde der Schiedsrichter im besagten Match aufgefordert, dieses aufgrund der Beleidigungen zu unterbrechen. „Es gab Durchsagen, die aber nicht ausreichten, damit die Fans die Beleidigungen unterlassen“, so der Trainer Carlo Ancelotti. „Beim nächsten Mal werden wir das Spielfeld verlassen“! Giuseppe Sala, der Bürgermeisters Mailands verurteilte die Beleidigungen und bezeichnete sie als „schandvolle Tat einem Fußballer gegenüber, der seine Hautfarbe mit Stolz trägt“. Er entschuldigte sich für das Verhalten seiner Bürger bei Koulibaly.