Ronaldo wegen Steuerhinterziehung schuldig gesprochen

Fußballstar Cristiano Ronaldo ist von einem Madrider Gericht wegen Steuerhinterziehung schuldig gesprochen worden. Der 33-Jährige akzeptierte die Bewährungsstrafe und die verordnete Steuernachzahlung.

Cristiano Ronaldo vor dem Gericht in Madrid anlässlich des Steuerhinterziehungsverfahrens.

Der Sport und die Steuer – viele internationale Profi-Sportler hinterziehen ihre Steuern. So tat das auch der 33-jährige Christiano Ronaldo. Der portugiesische Fußballstar wurde von einem Gericht in Madrid der Steuerhinterziehung bezichtigt und schuldig gesprochen.

Bei der Anhörung am Dienstag akzeptierte der Kickerkönig einen Deal mit der Staatsanwaltschaft und erklärte sich bereit, rund 19 Millionen Euro an Steuern nachzuzahlen sowie eine Geldstrafe zu akzeptieren. Das Gericht verurteilte den Portugiesen außerdem zu einer Haftstrafe auf Bewährung. Diese beträgt spanischen Medienberichten zufolge 23 Monate und 30 Tage. Eine Strafe, die bei nicht vorbestraften Steuerhinterziehern durchaus üblich ist.

Im Juli 2017 hatte Ronaldo zu den Vorwürfen des Steuerbetrugs das erste Mal Stellung bezogen. Damals erklärte er, dass er niemals etwas verborgen hätte und auch nicht die Absicht gehabt hätte, Steuern zu hinterziehen.

Kein Gefängnis aber Geldstrafe

Christiano Ronaldo muss keine Gefängnisstrafe fürchten und kommt mit einer Bewährung davon, doch das hat seinen Preis. Das spanische Gericht verlangt im Gegenzug eine Geldstrafe von mehr als 350.000 Euro. Zusätzlich muss der Portugiese Bußgelder in Höhe von 3,2 Millionen Euro zahlen.

Ronaldo hatte im vergangen Jahr einen Deal ausgehandelt und einer Steuerrückzahlung von etwa 19 Millionen Euro zugestimmt. Der Fußballer besaß mehrere Briefkastenfirmen, mit denen er Wirtschafsdelikte betrieb und mehrere Millionen Euro an Steuergeldern hinterzog. Hauptsächlich ging es dabei um Gewinne, die der Stürmer aus Bildrechten erhielt. Diese Einnahmen soll er zwischen 2011 und 2014 nicht versteuert, sondern am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben.

Alonso hat ebenfalls Steuern hinterzogen

Auch der spanische Fußballer Xabi Alonso, der zuvor bei Bayern München unter Vertrag stand, muss sich wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Er soll angeblich zwischen 2010 und 2012 Steuergelder in Höhe von rund zwei Millionen Euro hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft verlangt fünf Jahre Haft sowie ein Geldstrafe von etwa 4 Millionen Euro. Ob Alonso auch einen Deal aushandelt, ist noch unklar. Der 37-Jährige beteuert seine Unschuld. Deshalb lehnte er bisher eine außergerichtliche Einigung ab.

Der Fall Ronaldo und Alonso gehört zu den spektakulärsten Fällen von Steuerhinterziehung im spanischen Fußball. Es gibt aber noch mehrere Kicker, die Steuern hinterzogen haben. So hat der Argentinier Messi, der bei FC Barcelona spielt, 2016 und 2017 Steuergelder veruntreut. Er wurde bereits verurteilt und musste eine Gefängnisstrafe von 21 Monaten auf Bewährung und eine Geldstrafe von rund 2 Millionen Euro akzeptieren.