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Schiri von FSV Münster Spieler attackiert

Weil einer der Fußballer des FSV Münster einen Schiedsrichter bewusstlos geschlagen hat, wird nun die gesamte Mannschaft aus der Kreisliga abgezogen.

erster Vorsitzender Hans-Peter Samoschkoff

Vorsitzender Hans-Peter Samoschkoff vom FSV Münster

Nach einem heftigen Angriff auf den Schiedsrichter durch einen Fußballer des Kreisligavereins FSV Münster meldet der Verein das Team aus dem laufenden Spielbetrieb ab. Der Fußballer hatte den Schiedsrichter am Sonntag bei einem Spiel k.o. geschlagen. Der hessische Club hat daraufhin Konsequenzen gezogen. Vereinsvorstand Hans-Peter Samoschkoff sagte der Presse gegenüber: „Wir haben entschieden, dass die gesamte Mannschaft mit sofortiger Wirkung abgemeldet wird. Die Spieler dürfen sich noch einmal treffen, dann holen sie ihre persönlichen Sachen ab und das war es.“

Darüber hinaus erhält der Fußballer, der den Schiedsrichter zu Boden schlug, lebenslanges Hausverbot. Der Schuldige habe zwar seinen Fehler eingesehen, doch laut Samoschkoff kann sich dieser „vor Gericht entschuldigen, aber seine Zeit hier ist vorbei.“ Der Spieler wurde noch am Ort des Geschehens von der Polizei verhört. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Schiedsrichter im Krankenhaus

Der erst 22-jährige Schiedsrichter wurde am Sonntag bei der C-Liga-Begegnung FSV Münster gegen TV Semd von dem Fußballer bewusstlos geschlagen, weil er diesem die Gelb-Rote Karte gezeigt hatte. Er wurde im Anschluss per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Den Angaben des Vaters zufolge geht es ihm mittlerweile besser, auch wenn er noch unter starken Schmerzen leidet. Thorsten Schenk, der Kreisschiedsrichter-Obmann ist, erklärte, „dass die ersten Untersuchungen positiv waren“, der 22-Jährige aber Probleme mit dem Sprechen hätte und deshalb weiterhin im Krankenhaus bleiben würde.

Nach den Übergriffen meldete sich Hessens Innenminister Peter Beuth von der CDU zu Wort. Er verlangt für den Täter eine lebenslange Sperre: „Wer auf dem Platz die Fäuste fliegen lässt und einen Schiedsrichter k.o. schlägt, der sollte nicht mehr auf den Platz zurückkehren“. Mitte November wird in der DFB-Zentrale in Frankfurt eine Tagung mit den Landesverbänden abgehalten. Dort soll es auch um das Thema Gewalt gehen. Dieser Punkt steht ganz oben auf der Tagesordnung. Für Schenk ist diese Tagung, wo er ebenfalls anwesend sein wird, von großer Wichtigkeit: „Was passiert ist, versetzt einen in Schockstarre“. Es ist der fünfte Angriff auf einen Schiedsrichter in einem Monat.

In der Amateurliga auf sich allein gestellt

Die Attacken auf Schiedsrichter sind nicht neu. Auch sind sie nicht von diesem Jahr. Schon mehrere Jahre wird in Deutschland über die Gewalt gegenüber Unparteiischen diskutiert. Besonders auf den Amateurplätzen. Denn dort verrohen die Sitten und die Schiedsrichter haben oft keine Unterstützung. In vielen Fällen haben sie weder Assistenten noch technische Hilfsmittel. Die Entscheidungen treffen sie alleine. Dass es mal zu einem Fehler kommt, ist nicht vermeidbar – und zwar bei Spielern wie Schiedsrichtern. Das Problem ist, dass die Fehler der Schiri von den Spielern der Amateurliga häufig mit verbalen und körperlichen Attacken gelöst werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, der pfeift.

HFV-Verbandspräsident Stefan Reuß versprach kürzlich, „diese Gewaltauswüchse nicht weiter zu tolerieren, sondern mit aller Härte und allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen sportgerichtlich vorzugehen“. Und eine Maßnahme hat der hessische Fußballverband bereits umgesetzt. Schiedsrichter dürfen nicht mehr zu den Spielen des FSV Münster geschickt werden. Der Verein kann damit seinen Laden in diesem Jahr schließen. Der Täter muss sich jetzt juristisch verantworten. Gegen ihn wird ein Strafverfahren geführt.