Gold für Paris beim Super G

Im Super G der Männer holte sich Dominik Paris aus Italien im schwedischen Are die Goldmedaille. Er lag allerdings nur 0,09 Sekunden vor dem Zweitplatzierten. Der Deutsche Josef Ferstl erreichte den sechsten Platz.

Dominik Paris gewinnt die Goldmedaille beim Super G der Männer

Die diesjährige Ski WM hat bereits für spannende Momente gesorgt. Der Super G der Männer war allerdings ein reiner Krimi. Die Strecke war extrem tückisch, sodass der Wettkampf der zweitschnellsten Disziplin im Skisport bis zur letzten Sekunde spannend war. Zumal viele Spitzenfahrer wie Josef Ferstl immer wieder kleine Fehler auf der schwierigen Stecke machten. Ferstl gelang es deshalb nicht, mit einer Medaille nach Hause zu fahren. Der 30-Jährige konnte die Spitzenleistung, die er vor knapp zwei Wochen in Kitzbühel zeigte, nicht beibehalten: „Die Strecke hat viele Tücken. Wenn man schnell fahren will, passieren kleine Fehler. Weder ich noch die anderen hatten eine perfekte Abfahrt“, so Ferstl.

Nur Millisekunden trennten vom Sieg

Die Skirennfahrer hatten mit der Abfahrt von Are so manche Probleme. Und der Ausgang der Königsdisziplin war alles andere als klar. Ferstl vom SC Hammer lag nur 0,39 Sekunden hinter dem Sieger und holte sich Platz sechs. „Das Glück war nicht auf unserer Seite, auch wenn ich mit diesem Platz eigentlich happy und zufrieden bin“, äußerte sich der Deutsche nach dem Rennen. Trotzdem hätte er gerne eine WM Medaille mit nach Hause genommen. Der zweite Deutsche Topskifahrer Dominik Schwaiger flog knapp am Ziel vorbei. Der 27-Jährige, der exzellent gefahren war, sicherte sich in den Top 15 einen Platz, obwohl er nur einen Rückstand von nur 0,67 Sekunden hatte.

Überflieger des Super G WM-Skirennens war ein anderer. Der Italiener Dominik Paris jagte die Piste hinunter wie kein Zweiter. Zwar war auch er nicht fehlerfrei, doch schaffte er es, seinen Lauf in einer engen Linie zu halten und so die Bestzeit zu erzielen. Sein Ergebnis von 1:24,20 Minuten brachte ihm die Goldmedaille ein. Paris strahlte nach diesem Erfolg. Der Österreicher Vincent Kriechmayer holte sich Silber, dabei fehlten ihm nur neun Hundertstel Sekunden für Gold. Trotzdem freute sich der Österreicher über Platz 2. Diesen teilte er sich übrigens mit dem Franzosen Johan Clarey, der ebenfalls die gleiche Zeit fuhr.

Abfahrt in Are für die Damen entschärft

Die Abfahrt im schwedischen Are wurde, bevor die Männer im Rennen fuhren, für die Damen entschärft. Denn das Super G Training der Frauen fand am Tag zuvor statt. Nachdem die weiblichen Rennfahrerinnen dort zahlreiche Probleme beim „Hummelbranten“-Sprung hatten, reagierte der Internationale Skiverband, FIS, und entschärfte die WM-Abfahrt entsprechend. Der Renndirektor begrüßte die Maßnahme, da die Sorge um die Gesundheit der Skifahrer und Skifahrerinnen groß war. Der Sprung liegt im oberen Streckenabschnitt. Viele Damen hatten dort Probleme oder stürzten. Um schwere Unfälle zu vermeiden, wurde die Abfahrt an dieser Stelle abgeschwächt. Das Rennen der Damen findet am Sonntag statt. Spannend wird dieses ebenfalls werden. Denn die Strecke bleibt tückisch.