US Masters: Tiger feiert Comeback

Tiger Woods ist eine echte Golferlegende. Er gewann jetzt zum fünften Mal die US Maters in Augusta und feierte zugleich das größte Comeback in der Golfgeschichte. 14 Jahre lang nahm der Amerikaner nicht an diesem Turnier teil.

Tiger Woods feiert überragendes Comeback und gewinnt die US Masters zum fünften Mal. 

Am Sonntagabend feierte Tiger Woods ausgelassen. Ihm gelang bei den US Masters ein triumphales Comeback. Nach 14 Jahren betrat der 43-Jährige erneut einen wichtigen Turnier Golfplatz. Und gewann in Augusta seinen unglaublichen fünften Titel bei den US Masters. Sportjournalisten, die das Turnier verfolgten, erwähnten, dass Woods die Erde hat beben lassen. Elf Jahre lang war der Golfspieler ohne einen wichtigen Titel geblieben. Und 14 Jahre ist es her, seit Woods an den US Masters das letzte Mal teilnahm. Er lieferte damit das größte Comeback in der Golfgeschichte, wenn nicht sogar in der Sportgeschichte ab.

Seine Familie zeigte bei den US Masters große Emotionen. Seine Kinder glaubten immer, Woods sei einer der Youtube-Golfer, ein berühmter Ex-Golfer, den man nur in alten Videos oder im Game einer Spielkonsole sehen konnte, erzählte Tiger Woods. Bereits im September 2018 feierte Woods in Atlanta den Tour Championship Sieg. Es war sein 80. Erfolg und der erste Major-Sieg nach vielen Jahren. „Ich wollte meinen Kindern zeigen, dass ich es immer noch drauf habe und ein Turnier gewinnen kann“, sagte der 43-Jährige gestern. Sichtlich bewegt erinnerte er sich an seinen ersten Triumph, als er 1997 in Augusta gewann. Damals umarmte er seinen Trainer und Vater Earl Woods. Dieser verstarb im Jahr 2006.

Große Emotionen

Tiger Woods, der jetzt ebenfalls Vater von zwei Kindern ist, durchlebte gestern viele Emotionen. Schließlich gelang ihm ein Comeback, dass keiner für möglich hielt. 680 Wochen führte der Terminator des Golfs die Weltrangliste an und war damit länger auf Platz 1 als jeder andere Golfer der Welt. Doch in den letzten Jahren litt Woods unter großen Schmerzen sowie extremen Rücken- und Knieproblemen. Sie hemmten sein Golfspiel. Vor zwei Jahren konnte er kaum laufen und hätte fast nicht am Champions Dinner teilnehmen können. „Für mich war da eigentlich alles vorbei“, gab Woods der Presse gegenüber an. Hinzu kam, dass die Medien das Ende seiner Ehe ausschlachteten und er wegen Autofahrens unter Drogeneinfluss eine Anklage hatte. 2017 erfolgte zudem die vierte Rückenoperation. Diese linderte aber die größten Beschwerden. Wood begann erneut, Vertrauen in sein Golfspiel zu haben und startete wieder mit seiner Karriere.

Sieg nicht mehr zu toppen

Der fünfte US Masters Sieg ist eigentlich nicht mehr zu toppen. Damit geht Tiger Woods definitiv in die Sportgeschichte ein. Spätestens seit seinem Sieg im letzten Jahr in Atlanta, war klar, dass Woods sich wieder in die Liste der Titelanwärter zurückgespielt hatte. Doch mit einem Major-Sieg bei den US Masters, wo vor über 20 Jahren seine Golfkarriere startete, hätte trotzdem niemand gerechnet. Nun beendete der 43-Jährige seine Leidenszeit mit einem phänomenalen Comeback. Auf dem Platz in Augusta zeigte er große Nervenstärke. Gekonnt wehrte er die beiden Angriffe von Francesco Molinari und Brooks Koepka ab und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Woods äußerte sich nach dem Turnier: „Das ist irgendwie unwirklich, dass ich bei diesem Turnier gewinne und der Kreis sich hier schließt. Das bedeutet mir sehr viel“.

Alle möglichen Größen des Sports gratulierten dem Golfhelden zu seinem US-Masters-Sieg. Auch Ex-Präsident Barack Obama gratulierte. Die Presse schrieb: „Ein Triumph für die Ewigkeit. Es war ein Tag, wie in alten Zeiten“.