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Rassismus-Kampagne der Serie A in der Kritik

Die italienische Serie A wollte gegen Rassismus vorgehen und hat eine Kampagne mit einem Bild von drei Affen veröffentlicht. Nun hagelt es Kritik. Denn gut gemeint ist nicht gut durchdacht.

Luigi De Siervo, CEO of Lega di Serie A

Chef der Liga A, Luigi De Siervo, präsentierte die Kampagne.

Mit einem Triptychon, welches drei Affen zeigt, wollte die italienische Liga Serie A aktiv gegen den Rassismus vorgehen. Jetzt steht die höchste Fußballliga Italiens wegen dieser Maßnahme in der Kritik. Im Internet sprachen viele Menschen ihre Entrüstung aus. Viele Nutzer loggten sich sogar auf der Instagram-Seite des Malers der Affen Simone Fugazzotto ein, und kritisierten diesen aufgrund seiner Ignoranz.

Die internationale Fußballpresse schrieb auf Twitter unter anderem Kommentare wie: „Fantastisch, die Anti-Rassismus-Kampagne der Serie A zu sehen – ja, es ist wirklich wahr.“ Die Kampagne des Malers zeigt drei Affenköpfe, die verschiedenen Farben haben. Die Idee dahinter: Das Bild soll verdeutlichen, dass „wir alle Affen sind“, so die Pressemittelung der Serie A. Der Künstler Fugazzotto verteidigte sein Werk mit den Worten: „Ich will zeigen, dass wir alle die gleiche Rasse haben. Meine Gemälde zeigt die Werte des Fairplays und Toleranz. Ich nutze Affen als Metapher für Menschen, weil die Hautfarbe nicht wichtig ist.“

Rassismus in der italienischen Liga ein Problem

Im italienischen Fußball ist Rassismus ein bekanntes und großes Problem. Immer wieder werden Spieler mit dunkler Hautfarbe mit Affengeräuschen beleidigt. Italien steht seit vielen Jahren in der Kritik, dass es nicht genug gegen Rassismus tut. Und jetzt macht der italienische Fußball die Welt mit seiner gut gemeinten Kampagne erneut sprachlos. Denn es ist schwer zu begreifen, was sich die Liga A dabei gedacht hat. Ausgerechnet Affen für die Kampagne zu nutzen, ist makaber. „Wen haben sie konsultiert?“, fragt das Anti-Diskriminierungsnetzwerk FARE. Auch einer der Vereine der Liga A zeigte sich bestürzt. So schrieb der AS Rom: „Wir waren überrascht. Klar, wir verstehen, dass die Liga Rassismus bekämpfen will, aber wir glauben nicht, dass das der richtige Weg war.“

Das war die erste Phase der Kampagne

Chef der Serie A, Luigi De Siervo präsentierte die Kampagne am Montag der Öffentlichkeit. Sie besteht aus drei Phasen. Neben dem Bild mit den Affen sollen alle 20 Clubs der Liga A eine Absichtserklärung unterschreiben und zudem einen Rassismus-Werbebotschafter ernennen. Laut De Siervo sei der Rassismus ein „Problem dieses Jahrhunderts, ein Problem, das der Fußball bekämpfen kann, aber das er nicht allein gewinnen kann.“ Leider steht der Chef der Serie A selbst in der Kritik. Die italienische Zeitung La Repubblica veröffentlichte einen Audio-Mitschnitt von De Siervo. Darin soll der Liga-Chef in einer Besprechung vorgeschlagen haben, die Stadionmikrofone abzuschalten, damit man die Affenlaute nicht mehr hören könnte. Besonders stark von dem Rassismus betroffen sind die beiden Liga-Spieler Lukaku sowie Mario Balotelli. Die beiden werden häufig Zielscheibe der Attacken.

Leider kommt Rassismus nicht nur im italienischen Sport vor. Auch in der Politik ist dieser häufig ein Thema. So stand der ehemalige Innenminister Matteo Salvini mit seinen rassistischen Äußerungen gegen Ausländer stark in der Kritik. Der rechte Politiker spiegelt bedauerlicherweise die Tendenzen der Gesellschaft wider. Deshalb ist seine Beliebtheit bei einem Großteil der italienischen Bevölkerung weiterhin ungebrochen.