Nach Trainerwechsel: Kann Möhlheims Truppe gegen Karlsruhe punkten?

TSV 1860 München
Karlsruher SC

Die magere Punktausbeute, die der TSV 1860 München bislang vorweisen kann, hat in den vergangenen Tagen zum Trainerwechsel beim Traditionsverein geführt. Große Erwartungen lasten nun auf dem neuen Trainer Benno Möhlmann. Kann er diesen gerecht werden? Die Partie gegen den Karlsruher SC kann zeigen, ob der Trainerwechsel bereits Auswirkungen auf die Mentalität der Spieler hatte.

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19. Oktober 2015 | 00:00 Uhr
Fußball » 2. Bundesliga

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Ein Trainerwechsel kann einer angeschlagenen Mannschaft zwar helfen, doch im Fall 1860 München muss berücksichtigt werden, dass viele Spieler mit ihrem neuen Coach Benno Möhlmann noch gar nicht wirklich Bekanntschaft gemacht haben – sei es aufgrund von Verletzungen oder Länderspielreisen. Welche Taktik und Aufstellung von 1860 München also am Montag, den 19. Oktober 2015 um 20.15 Uhr zum Einsatz kommen wird, wenn am 11. Spieltag in der Allianz-Arena in München der Karlsruher SC die Partie gegen die Herausforderer erwartet, darüber rätselt vielleicht auch noch der neue Trainer selbst, dem in der Länderspielpause 16 Spieler aus dem Kader gar nicht zur Verfügung standen.

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1. Ausgangslage & Formkurve

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Neun Punkte aus zehn Spielen, das ist die bisherige Ausbeute für den Karlsruher SC, der sich derzeit auf dem 14. Platz in der Tabelle findet. Nur zwei Siege – gegen MSV Duisburg und FSV Frankfurt an zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen – verbucht der Verein derzeit für sich, immerhin jedoch gab es seit drei Spieltagen keine Niederlage mehr, sondern Remis gegen Heidenheim, Fortuna Düsseldorf und Freiburg – als Endergebnis gab es hier jeweils ein 1:1, wobei lediglich Heidenheim es geschafft hatte, bereits in der 1. Hälfte gegen Karlsruhe in Führung zu gehen; allerdings gelang der Ausgleich den Karlsruhern wie auch bei der Begegnung mit Freiburg erst in der Nachspielzeit noch der rettende Ausgleich. Mit 18 Gegentreffern muss sich Karlsruhe hier durchaus Gedanken über seine Defensive machen, denn mit diesem Ergebnis ordnet sich die Mannschaft unter die Schlusslichter der Liga ein, und in keinem Spiel außer dem gegen Duisburg erhielt Karlsruhe nicht wenigstens ein Gegentor.

Dieses Defizit wird durch den Ausfall vom KSC-Stammkeeper Orlishausen noch bestärkt, der aufgrund einer Verletzung am vergangenen Spieltag ausfiel; damals ersetzte ihn René Vollath, der seit 2013 beim Karlsruher SC ist und in dieser Zeit sechs Ligaspiele absolvieren konnte. Da Orlishausens Verletzung weniger schlimm ist als anfangs befürchtet, kann er möglicherweise gegen 1860 München bereits wieder antreten. Auf Kontinuität setzt der Karlsruher SC, wenn es um die Trainerfrage geht; Trainer Kauczinski ist schon seit 2001 beim SC beschäftigt. Er hat aber unlängst angekündigt, nach dieser Saison den Verein zu verlassen – und auch diese Ankündigung wird ihre Auswirkungen auf die Mannschaft haben.

Für 1860 München begann die Saison alles andere als zufriedenstellend; mit nur sechs Punkten aus zehn Spielen befindet sich der Verein auf dem vorletzten Platz. Man wartet immer noch auf den ersten Saison-Sieg. Niederlagen gab es dagegen reichlich, z.B. kassierten die Bayern am 6. Spieltag ein 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf, verloren auch gegen Freiburg, Bochum und Heidenheim. So kam der Trainerwechsel, den der Verein in der vergangenen Woche bekannt gab, wenig überraschend. Torsten Fröhling wird ersetzt durch Benno Möhlmann, der bereits mit seiner neuen Mannschaft arbeitete – da viele Spieler aufgrund von Verletzungen und Verpflichtungen wegen Länderspielen nicht zur Verfügung standen, gab es sicher genug Probleme, an denen er noch nicht arbeiten konnte.

So ist noch nicht klar, welcher Keeper fortan Stammtorwart für 1860 München sein wird. Dennoch steht die Frage im Raum: Führt Benno Möhlheim nun die dringend notwendige Wende bei 1860 München herbei? Was auch immer der neue Trainer mit der Mannschaft im Sinn hat, verzichten muss er bei seinen Planungen auf den Innenverteidiger Kai Bülow, der sich beim Training am Knie verletzte und bislang meist in der Startelf des Karlsruher SC stand. Auch Vladimir Kovac fällt beim kommenden Spiel definitiv aus – er ist noch den Rest des Jahres krankgeschrieben.

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Die statistischen Highlights

TSV 1860 München VS. Karlsruher SC

  • 
Im Relegationsspielgegen den HSV unterlag Karlsruhe vergangene Saison
  • 
Auf dem 16. Platzbeendete 1860 München die letzte Spielzeit
  • 
1860 Münchenhat in dieser Saison noch keinen Sieg erzielt
  • 
18 Gegentrefferhat Karlsruhe in zehn Spielen erhalten
  • Seit 2001trainiert Markus Kauczinski den Karlsruher SC

TSV 1860 München -
Karlsruher SC
TSV 1860 München
VS.
Karlsruher SC

3. Direkte Duelle & Statistiken

TSV 1860 München vs. Karlsruher SC: Direkte Duelle & Statistiken

In insgesamt 48 Begegnungen trafen die beiden Mannschaften aufeinander, wobei 20 Siege den Münchnern vorbehalten waren. Gerade bei Heimspielen konnten die Löwen von 24 Partien 14 gewinnen, weitere sechsmal kam es zu einem Remis. In der heimischen Allianz-Arena war nur ein Sechstel aller Partien gegen den Karlsruher SC mit einer Niederlage für 1860 München verknüpft; zuletzt gewann in der vergangenen Bundesliga-Saison Karlsruhe auch im Auswärtsspiel gegen die bayerischen Gastgeber.

In der vergangenen Spielzeit konnten sich die Karlsruher am 17. Spieltag über einen 2:3 Sieg gegen die Münchner freuen, und auch in der Rückrunde, die im vergangenen Frühling stattgefunden hatte, fiel das Ergebnis klar zugunsten der Karlsruher aus: 2:0 lautete hier das Ergebnis. Trotz der insgesamt vorteilhaft aussehenden Bilanz der Münchner gegen die Karlsruher Widersacher muss konstatiert werden, dass der letzte Sieg gegen den SC für die Münchner immerhin bereits vier Jahre zurückliegt.

4. Prognose, Wett-Tipps & Quoten

Auf welche Seite das Pendel nach dem Trainerwechsel ausschlägt, das ist kaum vorherzusagen: Ist es unverhoffte Leistungssteigerung, nachdem Benno Möhlmann besseren Zugang zu seinen Spielern gefunden hat, als sein Vorgänger Torsten Fröhling? Oder ist es Desorientierung, da viele Spieler nicht zur Verfügung stehen und der neue Trainer den bereitstehenden Kader nicht optimal nutzt? Möhlmann hat bereits mehrere Krisen-Clubs erfolgreich vom Schlimmsten bewahrt, verfügt also über viel Erfahrung. Profitiert seine Mannschaft bereits in ihrem ersten Spiel unter dem neuen Trainer von Möhlmann? Ein Sieg von München ist beim Buchmacher Betway mit der Quote von 2,55 bewertet – ein gewisses Risiko ist mit diesem Ereignis verknüpft, denn noch ist nicht gesagt, dass die Mannschaft tatsächlich vom Trainerwechsel profitieren wird.

Die letzten vier Spiele für 1860 München endeten im Remis, insgesamt schloss man sechs von zehn Partien mit diesem Ergebnis ab. Karlsruhe hat die letzten drei Spiele unentschieden beendet, und so wäre auch ein Remis als mögliches Ergebnis der bevorstehenden Auseinandersetzung möglich. Pinnacle Sports stellt für dieses Ergebnis die Quote 3,33 bereit.

Eine sicherere Wette wäre auf die Anzahl der Tore zu platzieren. Ein Über 1.5 gibt es mit der Quote von 1,40 bei Betvictor. Für das Ereignis spricht die eher schwache Defensive bei Karlsruhe (18 Gegentreffer in 10 Spielen). Weniger als zwei Treffer in einem Pflichtspiel, bei dem Karlsruhe beteiligt waren, fielen lediglich am 1. Spieltag (0:1-Niederlage gegen Fürth). Für 1860 München liegt ein entsprechendes Ergebnis auch schon fünf Spieltage zurück.

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